was kann Ich tun?

Mit dieser neue Rundmail möchte zum einen an den Termin diesen Freitag erinnern, an dem wir uns zur Trauma-Heilarbeit und Verbundatmen treffen ab 17, bzw. ab 19 Uhr im Zentrum Impuls.
Dann möchte ich an den Seminartag erinnern am 7. November, an dem wir mit viel Körperarbeit Resilienz erschaffen können. Und ich möchte einen neuen Termin bekannt geben: den 14. November, an dem der erste holistisch-transformative Aufstellungstag stattfindet. Wer Interesse hat bitte ich um Kontakt mit mir (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 07071-368142).

Covid 19, oder was kann Ich tun?

Der Umgang mit Krankheit und Gesundheit oder „was verstehe ich unter Heilung?“, sind Fragen, die mich beschäftigen und mich zu meinem Beruf als Heilpraktikerin geführt haben. So frage ich mich auch in der Coronazeit, wie ein gesundheitsfördernder und stärkender Umgang aussehen könnte. Als erstes fiel mir ein alter Lehrsatz wieder in die Hände: „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“. Wer erinnert sich nicht an Fälle wie diese: eine Person wird durch eine Kleinigkeit krank, während die Person daneben kaum etwas von einer schweren Krankheit merkt. Ich selbst hatte mich als Jugendliche, entgegen den ärztlichen Ratschlägen der Mutter, bei jeder Grippe meiner besten Freundin, mich einfach zu ihr ins Bett gelegt, ohne dabei nur einmal krank geworden zu sein.

Das stützt mich in der Überzeugung, dass ich vor Allem mein eigenes Milieu pflegen oder gar aufbauen muss um bei guter Gesundheit zu bleiben. Was aber ist das „Milieu“? Die Forschung ist seit einigen Jahren genau diesem Thema auf der Spur. Noch in den 1990ern war es der reinen Erfahrungsmedizin vorbehalten die Darmflora zu behandeln bei Immunanfälligkeit, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Hauterkrankungen u.ä. Dabei wurden immer wieder erstaunliche Ergebnisse erzielt.
Nach der Jahrtausendwende etwa wurde das Thema en Vogue, besonders mit dem Buch „Darm mit Charme“. In dieser Zeit entdeckte auch die Wissenschaft die Zusammenhänge zwischen Darm, Hirn, Immunsystem. Da direkt das Gehirn mit dem Darm in Verbindung steht, das Gehirn wiederum mit unseren Gefühlen, die ihrerseits das gesamte vegetative Nervensystem beeinflussen und dieses Nervensystem wiederum alle innere Organe regelt, kann die Komplexität zumindest erahnt werden.
Und so wie im Darm ist auch die Hautoberfläche ein wahres Biotop aus ca. 10x mehr Mikroorganismen als eigener Hautzellen, die dieses Milieu bilden. Diese Mikroorganismen sind also unsere Lebensgrundlage. Die Wissenschaft hat vieles noch nicht erforscht, doch hilft hier die Erfahrungsmedizin weiter.

Und so schaue ich mir an, was kann ich tun, oder wie kann ich meine Mitmenschen unterstützen?
1.) den Darm gesund halten:
- viel Gemüse und Faserhaltige Lebensmittel essen.
- Zucker vermeiden. Um Zucker zu vermeiden ist es wichtig herauszufinden wo all der versteckte Zucker zu finden ist, wie im Brot, in der Salami oder in Fertigsoßen,…
- wenig bis kein fein gemahlenes Mehl, da sich dieses in Zucker verwandelt
- soweit es geht Antibiotika meiden. Ev. auch im Billigfleisch?
2.) die Haut Flora schützen durch so wenig wie möglich aggressive Substanzen
3.) dem Immunsystem durch Prävention helfen mit:
- Spirulinaalgen
- Spurenelemente: Selen +/oder Zink +/oder Magnesium
- Vitamine A, C, D
4.) die Haut unterstützen zu einer gesunden Hautbarriere (siehe auch Artikel in Natur + Heilen 7/2020)
5.) einen gesunden Umgang mit den eigenen Emotionen,
     da beispielsweise unbewusste Ängste ebenso wie bewusste Ängste über das vegetative Nervensystem die Zellversorgung in den Organen verringert und so schwächt.
6.) gute soziale Kontakte sind eines der größten Faktoren für ein gesundes und langes Leben.
7.) und natürlich die frische Luft mit Bewegung:
- wer täglich ca. 3km geht ist nachweislich in besserer gesundheitlicher Verfassung.
- wer sich mehrmals wöchentlich so anstrengt, dass Kreislauf und Atmung in Schwung kommen, oder der Körper schwitzt, verbessert nicht nur sein Gedächtnis.

Nach diesem ganz praktischen Ansatz, möchte ich noch genauer das Thema Schutz betrachten, da es derzeit in aller Munde ist. Was genau ist denn Schutz? Ich komme da aus einer naturheilkundlich- psychologisch- spirituellen Ebene an Erfahrungen mit diesem Thema und sehe darin zwei ganz unterschiedliche Ausrichtungen oder innere Haltungen:
1.) Schutz im Sinne von einen „Schutzwall errichten“. Darin besteht der Wunsch von dem  „Problem“ unberührt zu bleiben, nicht erreicht zu werden. Die innere Haltung darin ist eine Art abblocken.
2.) Schutz im Sinne von Kompetenz erlangen um mit dem „Problem“ umgehen zu können, es in der eigenen Weise verarbeiten zu können. Darin liegt die eigene Sicherheit als Schutz, ein Vertrauen in sich selbst.

Was hat das für Konsequenzen im Leben einer Person? Nehme ich den ersten Fall, so sehe ich eine Person, die ihre Energie und Aufmerksamkeit auf diesen „Schutzwall“ richten muss. Das Bestreben ist dann, dass „DAS“ nie eintreffen darf. Das bedeutet, dass die Energie für eine Zeit, oder vielleicht sogar auf Dauer an dieser Stelle gebunden ist mit der Abwehr. Diese Energie steht dieser Person dann nicht mehr zur Verfügung. Das heißt, dass sie sich selbst einschränkt, vielleicht auch im realen Leben, da sie möglicherweise nicht mehr überall hingehen kann, oder bestimmte Dinge nicht mehr tun kann. Welche Lösungen stehen dieser Person zur Verfügung?
Betrachte ich nun den zweiten Fall, sehe ich eine Person, die sich mit dem „Problem“ konfrontiert. Möglicherweise ist die Person erst nicht in der Lage sich konstruktiv damit auseinander zu setzten und braucht Unterstützung dazu. Eine Unterstützung kann körperlich, seelisch oder gar spirituell sein. Die Anthroposophie kennt diese Zusammenhänge mit den Kinderkrankheiten, die jedes Mal einen Entwicklungsschritt folgen lassen, sobald eine Krankheit überwunden wurde. Krisen egal welcher Natur, haben die Fähigkeit in uns selbst Vertrauen, Sicherheit und Kompetenzen zu erschaffen. Das stärkt die eigene Autonomie, die Kraft im Selbst, um dann wieder im nächsten Schritt die Verantwortung für das eigene Leben besser übernehmen zu können, was wiederum die Autonomie stärkt. In diesem Fall kann die Person sich frei bewegen, denn sie muss nichts vermeiden. Diese Person weiß, dass sie den Dingen des Lebens begegnen kann.

Vielleicht helfen diese Überlegungen um mit den Herausforderungen dieser Zeit leichter umgehen zu können, ein Gefühl für sich selbst zu stärken, und die eigenen Wege zu erkennen.

Cornelia Waschkies (Heilpraktikerin)

 

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